Die Wirtschaftlichkeit
Das gesamte Modell beruht auf einer einzigen Asymmetrie: Die Plattformgebühr ist fix, die Einnahmen fallen pro Kunde an. Alles Weitere in der Whitelabel-Rechnung folgt daraus.
Die zwei Seiten
Auf der Kostenseite steht das Whitelabel-Add-on von Cobiro mit 299 Dollar pro Monat bei monatlicher Zahlung oder 239 Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung. Kundenkonten werden separat zu den Standardpreisen abgerechnet. Auf der Einnahmenseite verlangen Agenturen typischerweise zwischen 30 und 50 Euro pro Shop und Monat für CSS.
Die Kurve
| Kunden | Umsatz bei 40 € | Plattformkosten | Bruttomarge | Kosten pro Kunde |
|---|---|---|---|---|
| 20 | 800 € | 239 € | 561 € | 11,95 € |
| 50 | 2.000 € | 239 € | 1.761 € | 4,78 € |
| 100 | 4.000 € | 239 € | 3.761 € | 2,39 € |
Bei hundert Kunden kostet die Plattform 2,39 Euro pro Kunde und Monat – bei 40 Euro Umsatz. Interessant ist dabei nicht die Marge selbst, sondern ihr Verlauf. Jeder weitere Kunde verbessert sie, und der hundertste Kunde verursacht keinen höheren Aufwand als der zwanzigste.
Die Grenzkosten eines zusätzlichen Kunden liegen nahe null, der Grenzumsatz nicht. Kalkulieren Sie deshalb wie bei einem wiederkehrenden Produkt und nicht wie bei abrechenbaren Stunden.
Ab wann es sich rechnet
Bei 40 Euro pro Kunde ist das jährlich abgerechnete Add-on bereits mit sechs Kunden gedeckt. Unterhalb von etwa zehn Kunden sind das Branding und der Traffic zwar willkommen, die Rechnung bleibt jedoch knapp. Deshalb lohnt sich Whitelabel in der Regel ab rund zehn E-Commerce-Kunden, die Shopping nutzen.
Im Paket oder einzeln
Beides funktioniert. Wenn Sie CSS in ein Betreuungs-Retainer einbinden, lässt sich dieses leichter rechtfertigen, denn der Kunde sieht eine Kostenersparnis, die größer ist als das Honorar. Verkaufen Sie es einzeln, haben Sie ein Produkt mit geringer Einstiegshürde, um mit Händlern ins Gespräch zu kommen, die Sie noch nicht betreuen. Agenturen, die beides tun, nutzen eigenständiges CSS als Einstieg in den Funnel.
Was in der Tabelle nicht steht
Die Impressionen für Ihre Marke und die kostenlosen Klicks auf Ihre Vergleichsseite. Beides taucht nicht als Umsatz auf – und genau deshalb unterschätzen Agenturen den Wert, wenn sie nur mit der Honorarmarge rechnen.