Prompting für Produktfotografie
Prompting für den Handel ist nicht Prompting für die Kunst. Sie wollen kein interessantes Bild, sondern ein ganz bestimmtes, wiederholbares, unspektakuläres – viertausendmal, mit unverändertem Produkt.
Beschreiben Sie die Fotografie, nicht das Produkt
Das Produkt steckt im Eingabebild. Wenn Sie den Prompt darauf verwenden, es zu beschreiben, laden Sie das Modell dazu ein, es neu zu interpretieren – genau das wollen Sie nicht. Der Prompt ist für alles rund um das Produkt da: Licht, Untergrund, Hintergrund, Objektiv, Bildausschnitt, Stimmung.
Das Vokabular, das das Ergebnis wirklich verändert
| Dimension | Begriffe, die funktionieren |
|---|---|
| Licht | weich diffus, hart gerichtet, Kantenlicht, Gegenlicht, bedeckt, goldene Stunde |
| Quelle | Softbox, einzelnes Fenster, Studio-Striplight, Aufhellkarte |
| Oberfläche | mattweiß, gebürsteter Beton, Eiche, Leinen, gebürsteter Stahl, Marmor |
| Objektiv | 50 mm, 85 mm, Makro, geringe Schärfentiefe, durchgehende Schärfe |
| Bildausschnitt | Dreiviertelansicht, Flat Lay, Augenhöhe, Untersicht, enger Ausschnitt |
| Schatten | weicher Kontaktschatten, langer Schatten, kein Schatten, schwebend |
Die Wörter, die nichts bewirken
- „Hohe Qualität“, „professionell“, „8K“, „preisgekrönt“. Das sind keine Anweisungen, das sind Hoffnungen.
- „Schön“, „atemberaubend“, „großartig“. Dasselbe.
- Lange Listen von Kameragehäusen. Objektiv und Licht sind entscheidend, das Gehäuse nicht.
- Widersprüche. „Weiches dramatisches Licht“ verlangt zwei Dinge und liefert den Mittelwert.
Eine hilfreiche Faustregel: Wenn Sie eine Formulierung streichen und nicht vorhersagen könnten, wie sich das Bild dadurch verändert, hat sie nichts bewirkt. Streichen Sie sie.
Negativangaben sind so wichtig wie Positivangaben
Im E-Commerce ist der wertvollste Teil eines Prompts oft das, was er verbietet: kein Text, keine Logos, keine Wasserzeichen, keine Hände, keine zusätzlichen Requisiten, keine Studiospiegelungen. All das fügen Modelle gut gemeint hinzu – und das Merchant Center lehnt es ab.
Ein Prompt pro Kategorie, nicht pro Produkt
Das gewünschte Ergebnis ist Konsistenz. Deshalb sollte der Prompt eine Vorlage sein, in die produktspezifische Werte aus dem Feed einfließen, statt für jeden Artikel neu geschrieben zu werden. Das macht das Ganze zugleich reproduzierbar: Wenn Sie den Look in einem halben Jahr ändern, ändern Sie eine Vorlage und rendern neu, statt viertausend Improvisationen zu rekonstruieren.