Varianten und item_group_id

Varianten und item_group_id

Ein Hemd in vier Farben und sechs Größen sind vierundzwanzig Zeilen im Feed und ein Produkt für den Käufer. Genau dafür gibt es die item_group_id: damit Google die Sache genauso sieht wie der Käufer. Macht man es falsch, wird es teuer – auf eine Weise, die kaum auffällt.

So funktionieren Varianten

Jede kaufbare Variante ist ein eigener Artikel mit eigener id, eigenem Preis, eigener Verfügbarkeit und – besonders wichtig – eigenem Bild. Zusammengehalten werden sie durch eine gemeinsame item_group_id sowie durch die Attribute, die sie unterscheiden: Farbe, Größe, Material, Muster, Altersgruppe, Geschlecht.

Was schiefgeht

  • Keine item_group_id. Vierundzwanzig zusammenhanglose Produkte, die in derselben Auktion gegeneinander antreten und die Leistungsdaten auf vierundzwanzig Teile verteilen.
  • Gruppen-id ohne unterscheidende Attribute. Google kann die Varianten nicht auseinanderhalten und behandelt sie möglicherweise als Duplikate.
  • Gemeinsame Bilder für alle Farben. Die blaue Variante zeigt das rote Foto – das kostet Conversions und riskiert eine Ablehnung wegen mangelnder Genauigkeit.
  • Instabile ids. Wenn Varianten-ids bei jedem Katalog-Export neu erzeugt werden, wird jedes Mal die Leistungshistorie jeder einzelnen Variante zerstört.
  • Nur das Elternprodukt eingereicht. Eine einzige Zeile für „Hemd“ ohne Größen kann eine nach Größe gefilterte Suchanfrage überhaupt nicht beantworten.

Die id ist das Gedächtnis. Was sich in einem Feed auch ändert: Halten Sie die ids stabil. Nur so weiß Google, dass es sich um dasselbe Produkt handelt, zu dem bereits Daten vorliegen.

Sollte jede Variante eingereicht werden

Grundsätzlich ja. Erst die Einreichung auf Variantenebene macht Sie für einen Käufer, der nach „Größe 42“ filtert, überhaupt sichtbar, und sie macht den Umgang mit Nichtverfügbarkeit ehrlich, weil eine ausverkaufte Größe nicht das ganze Produkt aus dem Rennen nimmt.

Die Ausnahme sind Kataloge mit sehr vielen, nahezu identischen Varianten, nach denen Käufer gar nicht filtern. Jede einzelne einzureichen erhöht dann nur das Feed-Volumen und das Rauschen im Reporting, ohne zusätzliche Suchanfragen zu erschließen, die Sie gewinnen können.

Reporting bei Varianten

Bei einem Variantenkatalog erfolgt das Reporting pro Produkt de facto pro Variante. Deshalb ist eine Aggregation nach Kategorie und Artikelgruppe unerlässlich, bevor Sie Schlüsse ziehen. Ein Produkt, das auf Variantenebene unprofitabel wirkt, ist auf Gruppenebene oft profitabel – mit dem Volumen konzentriert auf zwei Größen.

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